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Betriebsrente / Betriebsrentenstärkungsgesetz

von Yasmina Landwehr 21.02.2019


Seit dem 01.01.2018 ist das sogenannte Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) in Kraft getreten. Das BRSG soll die Betriebsrente weiter stärken und auch in kleinen und mittleren Unternehmen verbreiten. Zudem wird auch für Arbeitnehmer mit geringem Einkommen ein Anreiz zur zusätzlichen Altersvorsorge geschaffen. Denn vielen Arbeitnehmern ist bewusst, dass Ihre gesetzliche Rente im Alter nicht ausreichen wird, um den bisherigen Lebensstil beizubehalten. Daher sollte man bereits früh damit beginnen für den Ruhestand vorzusorgen und auch auf eine ergänzende Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rente setzen. Doch lohnt sich eine Betriebsrente überhaupt und was passiert mit meiner Betriebsrente bei einem Arbeitgeberwechsel? Im Folgenden finden Sie Antworten zu den häufigsten Fragen.

Was sind die Vorteile einer Betriebsrente?

Einfachheit: Arbeitgeber kümmert sich um die Formalitäten und die Einzahlung der Beiträge. Sie haben keinen zusätzlichen Aufwand.
Geringere Verwaltungskosten: Die Verwaltung und Abschlusskosten können häufig günstiger sein als bei einer privaten Altersvorsorge, weil sie sich auf eine größere Personengruppe verteilt bzw. Ihr Arbeitgeber einen Mengenrabatt erhält.
Tarifliche Betriebliche Altersvorsoge: Bei tariflichen Modellen können die Leistungen speziell auf die jeweiligen beruflichen Risiken zugeschnitten sein.
Kombination: Sie können mit einer betrieblichen Altersvorsoge mehrere Förderwege nebeneinander nutzen.
Entgeltumwandlung: Wenn die Betriebsrente aufgebaut wird durch Beiträge aus Ihrem Bruttogehalt, bleiben diese Beiträge in gewissen Maßen Steuer und abgabenfrei. Jedoch sollte beachtet werden, dass dadurch die Ansprüche an der gesetzlichen Rente geringer ausfallen.
Rentenleistung: Bis zu 200€ pro Monat bleiben aus der freiwilligen Altersvorsoge anrechnungsfrei neben der staatlichen Grundsicherung.


Kann der Arbeitgeber meine Betriebsrente kündigen?

Dies ist abhängig von der Art der Versorgungszusage des Arbeitgebers. Handelt es sich um Leistungszusagen oder Entgeltumwandlungen, dann trägt der Arbeitgeber das Anlage und Renditerisiko. Dies bedeutet, dass bei einer geringer ausfallenden Rendite oder einer Insolvenz des Leistungsträgers, der Arbeitgeber die zugesicherte Zahlung der Geldsumme übernimmt.
Bei einer Beitragszusage mit Mindestleistung wird keine bestimme Leistungshöhe zugesichert. Allerdings wird garantiert, dass mindestens die eingezahlten Beiträge als Rentenauszahlung vorgenommen werden.
Seit dem geltenden Betriebsrentenstärkungsgesetz aus 2018 gibt es nun auch die reine Beitragszusage. Hierbei verpflichtet sich der Arbeitgeber allein zur Entrichtung der Beiträge eines festgelegten Beitrags an einen Versorgungsträger, nicht aber zu einer bestimmten Mindestleistung. Das Anlagerisiko trägt hierbei der Arbeitnehmer.

Was passiert mit meiner Betriebsrente im Fall einer Insolvenz?

Die betriebliche Altersvorsoge ist gegen die Insolvenz des Arbeitgebers versichert. Hierbei tritt der Pensionssicherungsverein ein. Die Direktversicherung bzw. Pensionskasse ist von einer Insolvenz des Arbeitgebers nicht betroffen, da sie wirtschaftlich unabhängig sind. Zudem unterliegen diese der Kontrolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Kann meine Betriebsrente verfallen?

Beiträge die im Rahmen einer Entgeltumwandlung eingezahlt wurden, bleiben auch bei einem Arbeitgeberwechsel oder einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Unternehmen bestehen. Bei Beiträgen die der Arbeitgeber finanziert, sind diese erst unverfallbar wenn Sie selbst mindestens 21 Jahre alt sind und die Versorgungszusage seit mindestens 3 Jahren besteht.

Kann ich meine Betriebsrente bei einem Arbeitgeberwechsel mitnehmen?

Es ist möglich bei einem Arbeitgeberwechsel ihre bisherig erworbenen Anwartschaften auf eine Betriebsrente mitzunehmen. Vorrausetzung hierfür ist, dass sich Arbeitnehmer, ehemaliger Arbeitgeber und neuer Arbeitgeber einig sind. Sollten Sie eine Altersversorgung über eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder über eine Direktversicherung abgeschlossen haben ist es unter Umständen auch möglich diese Altersvorsorge mit eigenen Beiträgen fortzusetzen.

Quellenangaben:
1. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2017 Teil I Nr. 58, ausgegeben zu Bonn am 23. August 2017 (Bundesfinanzministerium – Betriebsrentenstärkungsgesetz) 2. Broschüre Deutsche Rentenversicherung Stand 2018


Yasmina Landwehr

Walter-Krause-Str 11, 68163 Mannheim

yasmina.landwehr@m-e-v.de

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