ALLESEINSTEIGEN.DE

Was bedeutet eigentlich „Arbeitnehmermarkt“?

von DAVID PALME 29.04.2018


Seit einigen Jahren brilliert die bildungs- und arbeitspolitische Elite Deutschlands mit teilweise komplizierten oder neudeutschen Fachbegriffen. Im Bezug auf unsere Arbeitslosenzahlen und die Entwicklung des allgemeinen Arbeitsmarktes fällt in den geführten Debatten immer wieder der Begriff „Arbeitnehmermarkt“ – doch viele wissen gar nicht was das überhaupt bedeutet, was ist also ein „Arbeitnehmermarkt“?

Dies lässt sich unter anderem mit dem ebenso oft betonten Fachkräftemangel beschreiben. Eine Fachkraft ist nach Definition, ein ausgebildeter Arbeitnehmer (m/w), also jeder Arbeitnehmer, der mindestens eine z.B. bei der IHK gelistete Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hat oder (dies trifft vor allem auf handwerkliche Berufe zu) der über mehrjährige Berufserfahrung verfügt. Derzeit fehlen uns am deutschen Arbeitsmarkt z.b. über 200.000 Ingenieure (Quelle: FOCUS online, 29.06.2017) oder 40.000 Pflegekräfte (Quelle: n-tv). Tendenziell werden die Zahlen in den kommenden Jahren weiter steigen. Dies bedeutet, dass Unternehmen mehr offene Stellen haben als überhaupt geeignete „Fachkräfte“ am Arbeitsmarkt zu haben sind.

Folglich können sich Fachkräfte ihre Stellen nahezu aussuchen, da es ein Überangebot an Stellen gibt. Man kann also behaupten, Arbeitnehmer in Deutschland sind in der komfortablen Situation, sich die Unternehmen bzw. die Stellenangebote auszusuchen, bei denen sie eine neue Tätigkeit aufnehmen. Das ist der Arbeitnehmermarkt, den wir aktuell in Deutschland vorfinden.


David Palme

Walter-Krause-Str 11, 68163 Mannheim

david.palme@m-e-v.de

Schreiben Sie Ihr Kommentar

HINZUFÜGEN

Alle Kommentare

vorgeschlagene Artikel alle Artikel sehen

alleseinsteigen.de © 2018 impressum Datenschutz